Tipps zu Bekämpfung von Schnecken

Schnecken können im Garten eine große Plage sein, wenn sie junge Triebe wegfressen und so komplette Ernten zerstören. Es gibt verschiedene Mittel und Tipps, die Schutz vor Schnecken versprechen.

Vorweg kann man eines aber schon sagen: Es gibt kein Allheilmittel. Die Kombination verschiedener hier vorgestellter Tipps und Maßnahmen zur Schneckenbekämpfung ist meist erfolgreicher, als sich auf eine einzige Maßnahme zu verlassen.

Schnecke im Garten
Schnecke im Garten

Maßnahmen zur Reduktion der Zahl der Schnecken

Schneckenkorn

Schneckenkorn wird zwischen die Pflanzen gestreut. Es wirkt auf Schnecken besonders anziehend und verleitet sie, es zu fressen. Durch das darin enthaltene Gift, sterben die Schnecken. Achtung! Verwende aber nur solches Schneckenkorn, welches andere Organismen im Garten nicht schädigt! Mittel, die auf Eisen-III-Phosphat aufbauen, scheinen in dieser Hinsicht gut geeignet zu sein. Zugelassen sind auf Präparate auf Metaldehyd-Basis.

Bierfalle

Manche Gärtner setzen Bierfallen zur Bekämpfung von Schnecken ein. Dazu wird ein Gefäß mit Bier in den Boden eingegraben. Die Schnecken werden von dem Geruch angezogen. Bei dem Versuch, das Bier zu trinken, fallen die Schnecken hinein und ertrinken. Achtung! Der verführerische Bierduft kann auch Schnecken aus der Nachbarschaft anziehen. Es empfiehlt sich daher, die Bierfalle etwas entfernt vom Beet aufzustellen. Zudem besteht die Gefahr, dass andere Gartenbewohner (auch Nützlinge) darin umkommen.

Wie man eine Bierfalle selber baut, ist hier beschrieben.

Natürliche Feinde

Die schwierigste Methode, aber auch die umweltbewussteste Methode ist, die natürlichen Feinde von Schnecken zu fördern. Natürliche Feinde von Schnecken sind besonders Igel und Spitzmäuse. Wer sie in seinem Garten haben will, muss ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten und Orte zum Rückzug bieten. Auch Amseln, Elstern und Stare vertilgen Schnecken. Hier helfen geeignete Brutmöglichkeiten. Schnecken werden zudem von Blindschleichen und Kröten gefressen. Auch hier sind geeignete Unterschlupfmöglichkeiten für deren Vermehrung wichtig.

Wer einen großen Garten hat und die artgerechte Haltung gewährleisten kann, kann sich auch Laufenten oder Hühner zulegen. Diese vertilgen ebenfalls große Mengen an Schnecken. Allerdings kann es sein, dass sie das Beet niedertrampeln. Daher muss man sicherstellen, dass sie nicht auf das Beet gelangen.

Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass die Tiere nur dann im Garten leben, wenn sie dort genug Nahrung finden.

Absammeln

Wirksam bei starkem Befall ist auch das Absammeln der Schnecken von den entsprechenden Pflanzen. Die beste Tageszeit ist der späte Abend. Bevorzugte Verstecke sind Blattunterseiten sowie Hohlräume unter Steinen und Brettern. Man kann auch gezielt Bretter oder Steine im Beet auslegen, damit sich die Schnecken dort versammeln.

Gelege zerstören

Die Gelege von Schnecken befinden sich im Erdboden und enthalten mehrere Hundert Eier. Diese sind in kleinen Klumpen zusammen abgelegt. Berührt man diesen, kullern die einzelnen Eier in alle Richtungen auseinander. Das Ausheben der Gelege sollte also mit Geschick durchgeführt werden. Man kann die Beete aber auch im Frühjahr gründlich durchackern und so die überwinterten Gelege zerstören.

Fernhalten der Schnecken vom Beet

Das Reduzieren der Zahl der Schnecken im Garten bietet keinen vollständigen Schutz, da sich immer ein paar Exemplare auf das Beet verirren können. Daher ist es sinnvoll, es den Schnecken so schwer wie möglich zu machen, das Beet zu betreten, oder ihnen den Appetit auf die Pflanzen zu verderben.

Schneckenzaun

Querschnitt Schneckenzaun
Querschnitt Schneckenzaun

Der Schneckenzaun ist eine physische Barriere, die Schnecken nur schwer oder gar nicht überwinden können. Die meisten funktionieren ohne Chemie. Aufpassen sollte man aber, dass sich keine Schnecken innerhalb des Zauns befinden und keine Lücken oder Übergänge existieren.

 

Kalk, Sägemehl, Asche, Schafwolle und Salz

Kalk, Sägemehl, Asche. Schafwolle und Salz können um das Beet herum ausgestreut bzw. ausgelegt werden. Schnecken meiden diese Substanzen, da sie mit dem Schleim reagieren. Der Vorteil ist, dass die Schnecken nicht an die Pflanzen gelangen. Jedoch sollte man vorsichtig sein, dass nicht zu viel Kalk oder Salz in den Boden gelangt. Zudem sollte die Konstruktion vor Regen geschützt sein.

Entscheidend für die Wirksamkeit ist die Dicke und Breite des „Sperrstreifens“. Asche kann vom letzten Grillen verwendet werden.

Mehr Informationen zum Schutz vor Schnecken mit Schafwollpellets oder -Vliesen, sind hier.

Bohnenkaffepulver

Ein altes Mittel ist der Kaffeesatz von Bohnenkaffee. Schnecken vertragen das darin enthaltene Koffein nicht und meiden es daher. Gut geeignet ist diese Methode, um einzelne Pflanzen zu schützen, indem man einen Ring Kaffeepulver um sie herum auslegt.